Höflich macht die Ratlosigkeit Platz, als an einem Morgen,
verschwitzt und hustend dem Bett entronnen,
das Licht genau so stand, dass ihr Gemüt sich
jener Freude erinnerte
die sie einst getragen hatte.
Diese Freude war so groß gewesen wie Gott.
von
der Liebe getragen ließ sich alles tragen und ihren Irrtum,
dass sie dachte, diese Liebe sei nicht auch die zu sich oder
dass sie der Liebe nicht mehr würdig/fähig, dieser Irrtum
zerriss den Morgen im Mehrfamilienhaus
mit frohen Tränensalven in ein Vorher und ein altes, nun taufrisches Nachher.
Du warst immer da, nicht wahr? Ich habe dich nicht sehen können.
Denn du bist ruhig. Du bist da, wenn nichts ist. Du bist da, wenn es Gründe gäbe, sich nicht zu freuen. Genau dann bist du hier und sagst: sieh, die Liebe zu deinen Nächsten ist so groß, da kannst du mit Freude tun, was zu tun ist.
Danke, dass du da bist. Danke, dass ich dich wieder gefunden habe.
Später wird ein Freund sich darüber nicht wundern, weil er alles, was wir sind, für gleichzeitig möglich hält.
Wir haben die Wahl. Ich muss 46 Jahre alt werden, um dies zu verstehen. Vergessen will ich es nie wieder.
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