What is love? Baby, don’t hurt me


Kinnladenoffene Augen sehen sich an

Wimpern werfen Schatten spendet

die Sonne, die sich weigert unterzugehen wie

auch wir uns weigern, loszulassen

Alles und einander und die Idee, dass es Liebe gibt, jene

von der wir träumten;

in der wir die Sehnsüchte badeten, bevor wir sie auswrangen und

ordentlich zu den Socken an die Wäscheleine hängten,

im Gleichtakt der Anderen.

Während wir uns die Pupillen weiten, um hineinzusehen in die

Ecken des anderen Seele,

auf der Suche nach Täuschungen oder neuen

Kontinenten,

während wir also still und jäh zugleich um- und ineinander sind, einigermaßen blind noch

tastend,

hat die andere Zeit sich längst entschieden.

(c) Anja Mutschler, 12/18.05.25

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